Studie

Website-Studie 2026: Wie gut sind die Websites kleiner Betriebe in Wien und Niederösterreich?

Im Oktober 2026 haben wir 400 zufällig ausgewählte Websites kleiner Betriebe aus Wien und Niederösterreich im Browser geöffnet: Ordinationen, Handwerksbetriebe, Friseure, Cafés, Kanzleien und andere. Wir haben nachgesehen, was beim Öffnen der Startseite passiert, bevor man irgendetwas anklickt. Hier steht, was wir gefunden haben, wie wir gemessen haben und was Sie bei Ihrer eigenen Website prüfen können.

Von Julian Rektenwald, RHost e.U. · Zuletzt aktualisiert:

Julian RektenwaldIhr persönlicher AnsprechpartnerGrafik: 364 Websites kleiner Betriebe in Wien und Niederösterreich – 53 % schicken Daten an Google, 37 % starten Statistik vor der Zustimmung, 14 % haben keinen Link zum Impressum
Kurz beantwortet

Was wir gefunden haben

Jede zweite Website schickt beim Öffnen Daten an Google53 % stellen eine Verbindung zu Google her, bevor jemand zugestimmt hat. Oft liegt das nur an den Schriften: 32 % laden sie von Google-Servern.
Mehr als jede dritte startet Statistik oder Werbung vor der Zustimmung37 %. Sechs von zehn Websites zeigen einen Cookie-Banner. Bei fast der Hälfte davon läuft die Statistik trotzdem schon, bevor man etwas gewählt hat.
Auf jeder siebten Startseite fehlt der Link zum Impressum14 %. In Niederösterreich ist es fast jede fünfte (19 %).
Jede achte Website hat keine gültige Verschlüsselung12 %. Der Browser zeigt dann „Nicht sicher“ neben der Adresse.
Jede neunte ist am Handy schlecht lesbar11 % zeigen die verkleinerte Computer-Ansicht oder rutschen seitlich weg.
In Klosterneuburg fehlt bei fast jedem dritten Google-Profil die Website30 % der Betriebe tragen dort keine eigene Website ein.
Balkengrafik: Anteil der Websites mit dem jeweiligen Befund. Daten an Google vor jeder Zustimmung 53 %, Statistik- oder Werbedienste vor jeder Zustimmung 37 %, Google Fonts 32 %, kein Impressum-Link 14 %, keine gültige Verschlüsselung 12 %, am Handy schlecht lesbar 11 %.

364 zufällig ausgewählte Startseiten, gemessen am 20. Oktober 2026, gewichtet nach Bundesland. Die Grafik dürfen Sie mit der Quellenangabe „RHost“ frei verwenden.

Google

Jede zweite Website meldet sich bei Google, bevor jemand zustimmt

53 Prozent der Websites stellen schon beim Öffnen eine Verbindung zu Google her. Dabei bekommt Google mindestens die IP-Adresse des Besuchers. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

DienstAnteil der Websites
Schriften (Google Fonts)32 %
Statistik oder Tag Manager (Google Analytics, Google Tag Manager)31 %
Karte (Google Maps)12 %
Spamschutz (reCAPTCHA)5 %
Video (YouTube)4 %

Die Schriften fallen besonders auf. Eine Website kann ihre Schriften selbst ausliefern, dann geht beim Öffnen nichts an Google. Bei fast jeder dritten Website kommen sie trotzdem von Google-Servern. Im Jahr 2022 bekamen deswegen viele Betriebe in Österreich Abmahnschreiben. Vorausgegangen war ein Urteil des Landgerichts München.

Meist hat sich niemand bewusst dafür entschieden. Solche Einbindungen bringen oft Designvorlagen, Baukästen oder Erweiterungen mit.

Was Sie tun können: Fragen Sie bei der Person oder Agentur nach, die Ihre Website betreut, ob Schriften und Skripte vom eigenen Server kommen. Karten lassen sich durch einen Link zum Routenplaner ersetzen oder erst nach einem Klick laden. Mehr dazu im Ratgeber Website ohne Cookie-Banner.

Cookie-Banner

Cookie-Banner: oft da, aber nicht immer wirksam

62 Prozent der Websites zeigen beim ersten Besuch einen Cookie-Banner. Ein „Ablehnen“ gleich auf der ersten Ebene gibt es bei 42 Prozent aller Websites, das sind rund zwei Drittel der Seiten mit Banner.

Ein Banner hilft aber nur, wenn die Dienste wirklich erst nach der Zustimmung starten. Bei 45 Prozent der Websites mit Banner laufen Statistik oder Werbung schon vorher, also während der Banner noch auf eine Antwort wartet. Weitere 10 Prozent aller Websites laden solche Dienste ganz ohne Banner.

Insgesamt starten 37 Prozent der Websites Statistik- oder Werbedienste, bevor jemand zugestimmt hat. Bei mehr als jeder fünften liegt danach schon ein bekanntes Statistik- oder Werbe-Cookie im Browser, etwa _ga von Google Analytics. Für solche Dienste ist in Österreich grundsätzlich eine Einwilligung nötig, wenn sie Cookies oder vergleichbare Techniken nutzen (§ 165 Abs. 3 TKG 2021).

Was Sie tun können: Öffnen Sie Ihre Website in einem privaten Browserfenster und klicken Sie auf „Ablehnen“. Läuft dann noch eine Statistik, oder fehlt das „Ablehnen“ ganz, lohnt sich ein genauerer Blick. Oft geht es ganz ohne Banner, wenn die Website keine zustimmungspflichtigen Dienste lädt.

Impressum

Impressum: Auf jeder siebten Startseite fehlt der Link

14 Prozent der Websites verlinken auf der Startseite kein Impressum. In Niederösterreich sind es 19 Prozent, also fast jede fünfte. Wo der Link da ist, funktioniert er fast immer.

Das Impressum muss nach § 5 E-Commerce-Gesetz leicht und unmittelbar erreichbar sein. Üblich ist ein Link ganz unten auf jeder Seite. Steht es nur unter „Kontakt“, ohne dass das Wort „Impressum“ vorkommt, finden es viele Besucher nicht. Auch unsere Messung hat es dann als fehlend gezählt.

Was Sie tun können: Sehen Sie nach, ob unten auf Ihrer Startseite ein Link „Impressum“ steht. Was hineingehört, erklärt der Ratgeber Impressumspflicht in Österreich.

Verschlüsselung

Verschlüsselung: Jede achte Website ohne

Bei 12 Prozent der Websites landet man nach Eingabe der Adresse auf einer unverschlüsselten Seite. Der Browser zeigt dann „Nicht sicher“ neben der Adresse. Mehr als die Hälfte dieser Websites (7 Prozent aller) hätte sogar ein gültiges Zertifikat, leitet aber nicht von http:// auf https:// um. Das lässt sich oft mit einer Einstellung beim Hoster beheben.

Was Sie tun können: Tippen Sie Ihre Adresse ohne „https://“ in den Browser. Steht danach „Nicht sicher“ neben der Adresse, fehlt die Verschlüsselung oder die Umleitung dorthin.

Am Handy

Am Handy: Jede neunte Website schlecht lesbar

Die meisten Websites sind fürs Smartphone eingerichtet. 11 Prozent sind es nicht oder nur teilweise:

  • 7 Prozent zeigen am Handy die verkleinerte Computer-Ansicht. Man muss mit zwei Fingern vergrößern.
  • 4 Prozent sind zwar eingerichtet, rutschen aber seitlich weg.

Was Sie tun können: Öffnen Sie Ihre Website am eigenen Handy. Müssen Sie vergrößern, um den Text zu lesen, oder lässt sich die Seite zur Seite schieben? Worauf es sonst ankommt, steht im Ratgeber Website am Handy.

Langsam sind die wenigsten, zumindest im WLAN

Über eine schnelle Leitung brauchten nur 8 Prozent der Startseiten am Handy länger als drei Sekunden, bis sie vollständig geladen waren. Die Hälfte war nach einer Sekunde fertig. Unterwegs im Mobilnetz dauert es länger, das haben wir nicht gemessen.

Gefunden werden

Gefunden werden: Google-Profil und alte Adressen

Wer einen Betrieb sucht, landet oft zuerst bei Google Maps. In Klosterneuburg ist bei 135 von 458 Betrieben im Google-Profil keine eigene Website eingetragen, oder es steht dort nur eine Facebook- oder Instagram-Seite. Das sind knapp 30 Prozent. Manche dieser Betriebe haben eine Website, tragen sie aber nicht ein. Wer über Google Maps sucht, findet sie trotzdem nicht.

Auch die Adressen in Verzeichnissen stimmen nicht immer. Von den 400 Adressen, die wir aus OpenStreetMap, dem Firmenverzeichnis der Wirtschaftskammer und Google Maps gezogen haben, führten 26 ins Leere oder zu einer fremden Seite. Das ist etwa jede fünfzehnte. Die meisten Namen gab es nicht mehr. Zwei Adressen gehören inzwischen Glücksspiel-Seiten.

Was Sie tun können: Prüfen Sie im Google-Unternehmensprofil, ob Ihre Website mit der richtigen Adresse eingetragen ist. Das dauert zwei Minuten. Wechseln Sie die Domain, behalten Sie die alte, bis überall die neue steht. Mehr dazu im Ratgeber Google-Unternehmensprofil.

Julian Rektenwald, Inhaber von RHost e.U.
Ihr Ansprechpartner

Julian Rektenwald

Inhaber von RHost e.U. · Klosterneuburg

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5,0 von 5 Sternen bei Google81 Google-Bewertungen · Stand Oktober 2026

„Bin sehr zufrieden mit den Leistungen, vielen Dank für die tolle Website-Betreuung meiner Ordination!“

Dr. Anna Paul · Google-Bewertung

„Von Anfang an hat die Zusammenarbeit super funktioniert. Herr Rektenwald war jederzeit erreichbar … Die Website ist am Ende genau so geworden, wie wir sie uns vorgestellt haben!“

Andreas Kolb · Google-Bewertung
Alle Bewertungen bei Google ansehen →
Klosterneuburg

Klosterneuburg für sich

Mehr als die Hälfte der Websites aus Niederösterreich stammt aus Klosterneuburg. Dort sieht es ähnlich aus wie im Durchschnitt. Weil die Stichprobe kleiner ist, schwanken die Werte mehr, um bis zu ±10 Prozentpunkte.

BefundWien und NÖKlosterneuburg
Daten an Google vor jeder Zustimmung53 %48 %
Statistik oder Werbung vor jeder Zustimmung37 %23 %
Kein Impressum-Link auf der Startseite14 %19 %
Keine gültige Verschlüsselung12 %16 %
Am Handy schlecht lesbar11 %17 %

Klosterneuburg: 107 bzw. 108 gemessene Websites.

Methode

So haben wir gemessen

Welche WebsitesGrundlage sind 3.855 Websites von Betrieben aus 34 Branchen in Wien und Niederösterreich. Sie stammen aus OpenStreetMap, dem Firmenverzeichnis der Wirtschaftskammer und Google Maps, erfasst im August und September 2026. Nicht dabei sind Ketten mit mehreren Filialen, reine Profile auf Plattformen wie Facebook und Websites, die wir selbst betreuen.
StichprobeWir haben je 200 Websites aus Wien und aus Niederösterreich zufällig gezogen. 364 davon ließen sich messen. Die Gesamtwerte sind nach dem Anteil der Bundesländer gewichtet, Wien zählt also stärker.
MessungAm 20. Oktober 2026 haben wir jede Startseite in einem Browser geöffnet, einmal wie auf einem iPhone und einmal wie auf einem Computer. Wir haben gewartet, die Seite durchgescrollt und nichts angeklickt. Gezählt haben wir Cookies, Verbindungen zu fremden Servern, sichtbare Cookie-Banner, den Impressum-Link, die Verschlüsselung, die Darstellung am Handy und die Ladezeit.
Google-ProfileDie Zahl für Klosterneuburg stammt aus einer eigenen Auswertung von 458 Betrieben aus Google Maps vom September 2026.
GenauigkeitBei 364 Websites liegt der wahre Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zu ±6 Prozentpunkte neben dem gemessenen. Die genauen Bereiche stehen in der Tabelle unten.

Was diese Studie nicht kann

  • Sie zeigt nicht alle Betriebe. Die Auswahl umfasst 34 Branchen. Die Wiener Websites stammen eher aus der Innenstadt, die niederösterreichischen zu mehr als der Hälfte aus Klosterneuburg.
  • Sie prüft nicht, was erlaubt ist. Wir zählen, was lädt. Ob ein Dienst im Einzelfall ohne Zustimmung zulässig ist, hängt von Einstellungen und Verträgen ab, die man von außen nicht sieht.
  • Sie prüft nicht, ob „Ablehnen“ wirkt. Wir haben nichts angeklickt.
  • Sie liest das Impressum nicht. Wir haben nur nachgesehen, ob die Startseite darauf verlinkt und ob der Link funktioniert.
  • Sie sieht nicht alles. Manche Dienste schalten sich ab, sobald sie einen automatischen Browser erkennen. Die Zahlen zu Statistik und Werbung sind deshalb eher zu niedrig als zu hoch.
  • Sie misst nur die Startseite, einmal, an einem Vormittag, über eine schnelle Leitung.

Alle Zahlen mit Schwankungsbreite

Der Bereich gibt an, wo der wahre Wert mit 95 % Wahrscheinlichkeit liegt. Gesamtwerte gewichtet nach Bundesland.

BefundBereichGemessenAnteil
Daten an Google vor jeder Zustimmung47–59 %36153 %
Schriften von Google-Servern27–37 %36132 %
Google Analytics oder Tag Manager26–37 %36131 %
Google Maps9–16 %36112 %
reCAPTCHA3–8 %3615 %
YouTube2–7 %3614 %
Statistik oder Werbung vor jeder Zustimmung31–42 %36137 %
Statistik- oder Werbe-Cookie vor Zustimmung18–28 %36122,5 %
Cookie-Banner sichtbar56–67 %35762 %
„Ablehnen“ auf der ersten Ebene36–47 %35742 %
Statistik trotz Banner (Websites mit Banner)38–53 %21945 %
Statistik oder Werbung ganz ohne Banner7–14 %35710 %
Kein Impressum-Link auf der Startseite11–18 %36414 %
Keine gültige Verschlüsselung9–16 %36412 %
Zertifikat da, aber keine Umleitung4–10 %3647 %
Am Handy schlecht lesbar8–15 %36411 %
Am Handy länger als 3 Sekunden6–12 %3638 %
Adresse tot oder fremd (ungewichtet)4,5–9,4 %4006,5 %
Klosterneuburg: keine Website im Google-Profil26–34 %45830 %
Checkliste

Checkliste: Ihre Website in zehn Minuten

  1. Steht Ihre Website im Google-Profil, mit der richtigen Adresse?
  2. Gibt es unten auf der Startseite einen Link „Impressum“?
  3. Zeigt der Browser „Nicht sicher“, wenn Sie Ihre Adresse ohne „https://“ eintippen?
  4. Lässt sich die Startseite am Handy lesen, ohne zu vergrößern oder seitlich zu wischen?
  5. Bietet Ihr Cookie-Banner ein „Ablehnen“, und läuft danach wirklich nichts mehr?
  6. Wissen Sie, ob Ihre Schriften von Google kommen? Wenn nicht: nachfragen.
Quellen

Quellen und Stand

Die Zahlen stammen aus unserer eigenen Messung vom 20. Oktober 2026 und aus einer Auswertung von Google-Profilen in Klosterneuburg vom September 2026. Die Rechtsgrundlagen im Text:

FAQ

Häufige Fragen zur Website-Studie.

Ist eine Website mit Google Fonts verboten?

Die Schriften selbst nicht. Kommen sie aber beim Öffnen von Google-Servern, geht die IP-Adresse der Besucher an Google. Das Landgericht München hat das 2022 ohne Einwilligung als unzulässig gewertet. Es ist ein deutsches Urteil, auf das sich 2022 auch viele Schreiben an österreichische Betriebe beriefen. Liefert die Website die Schriften selbst aus, entfällt das Problem.

Brauche ich einen Cookie-Banner?

Nur, wenn Ihre Website etwas lädt, dem Besucher zustimmen müssen. Ohne solche Dienste braucht es keinen. Mehr dazu im Ratgeber Website ohne Cookie-Banner.

Womit sind die Websites gebaut?

Aus unserer Auswertung vom September 2026 mit 3.496 Websites: 42 Prozent laufen mit WordPress. Baukästen wie Wix, Squarespace oder Shopify kommen zusammen auf rund 7 Prozent. Bei der anderen Hälfte ließ sich das System nicht eindeutig erkennen.

Steht mein Betrieb in der Studie?

Wir veröffentlichen nur zusammengefasste Zahlen. Einzelne Betriebe oder Websites nennen wir nicht.

Darf ich die Zahlen und die Grafik verwenden?

Ja, mit der Quellenangabe „RHost Website-Studie 2026“ und einem Link auf diese Seite. Für Rückfragen zur Methode erreichen Sie Julian Rektenwald unter office@rhost.at.

Nächster Schritt

Wie steht Ihre eigene Website da?

Wir prüfen Ladezeit, Handy-Ansicht, Cookies und Datenschutz, Impressum und Sicherheit Ihrer Website – kostenlos. Den Bericht schickt Ihnen Julian Rektenwald persönlich, mit einer ehrlichen Einschätzung, was sich zuerst lohnt.

Direkt erreichbarPer Telefon unter +43 677 612 401 30, per WhatsApp oder per E-Mail an office@rhost.at – Sie sprechen direkt mit Julian Rektenwald.
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